wieder zu haus

Nach 5 Monaten, die mir gar nicht so lange vor kommen, bin ich nun wieder zu Hause angekommen. (Dank der wartenden Bahn sogar pünktlich!  ;-)  )

Ich konnte während mener Zeit in Schweden so viele tolle Dinge erleben, neue Freunde finden und das Land bereisen.
So traurig ich auch bin, meine tollen Freunde dort zu verlassen, reue ich mich natürlich auch, euch alle bald mal wieder zu sehen!  :-)

 Nun muss ich mich so langsam wieder an Deutschland und den Alltag gewöhnen!  ;-)

 

Bis bald

20.1.14 19:35, kommentieren

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KIRUNA!!!!!!!!!!!!

Nach langem Warten und großer Vorfreude, war es letzte Woche endlich soweit. Wir konnten unseren Trip nach Kiruna/Lappland starten.

Schon Wochen vorher waren wir alle ganz nervös und die meisten von uns mussten noch einkaufen gehen, denn wer hat schon genug Kleidung für Temperaturen bis zu 27°C zu Hause?  :-) Nachdem ich dann gefühlte 300€ für Schuhe, Jacke und Thermokleidung ausgegeben hatte, fühle ich mich gut vorbereitet.

schon zwei Tage vor unserem Start konnten wir im Internet verfolgen, wie das Wetter werden sollte; in Kiruna und auch in Deutschland. Für Kiruna wurde jeden Tag das Wetter unterschiedlich hervorgesagt, also keine verlässlichen Aussagen. Für Deutschland, wurde jedoch der Orkan Xaver angekündigt. Für uns eigentlich kein Problem. Bis wir uns zum letzten Mittagessen trafen, und jemand das Gerücht gehört hatte, dass die Züge wegen dem Sturm nicht mehr fahren würden! Kurz darauf erhielten wir von unserer Koordinatorin eine E-Mail, dass wir doch bitte einen Zug früher nehmen sollten. Das war unser Glück!! denn in Stockholm angekommen, konnten wir gerade noch den letzten Zug erwischen, der Richtung Norden fuhr!  :-) So konnten wir unseren Trip noch wie geplant durchführen und mit dem Nachtzug nach Kiruna fahren. Der Nachtzug ist auch eine Sache für sich!  :-) wenn man versucht zu schlafen, rüttelt es dich hin und her. Und im Hinterkopf der Gedanke, dass es, je nördlicher man fährt, immer kälter, mehr Schnee und gefroren sein könnte! Aber die Zugführer sind wohl daran gewöhnt!  :-) Man liegt im dunkeln und fährt mit hoher Geschwindigkeit durch die Kurven.

Kiruna ist nur eine kleine Stadt mit ca 18.000 Einwohnern. Dementsprechend gibt es dort nicht viel zu sehen.  :-) Nach einer Nacht im Hostel wurden wir dann in einen Elchpark gefahren. Wir konnten sie mit Bananen füttern nd streicheln. Diese Tiere sind ganz schön groß, ich möchte denen nicht alleine begegnen!  ;-) Hier hatten wir eine Temperatur von -28°C!!

Anschließend ging es dann zum wichtigsten Teil der Reise. Wir wurden in das Camp Alta gefahren. Hier erhielten wir Gruppenweise kleine Hütten. Direkt am zugefrorenen See, mit Sauna, Feuerstelle und endloser weißer Natur. Zu dem Zeitpunkt erreichten wir dann schon eine Temperatur von -32°C! Abends konnten wir dann das wunderschöne Naturereignis Nordlichter beobachten!! Leider waren sie nicht so stark und die meisten Kameras konnten sie auch nicht festhalten, aber allein die Tatsache sie einmal gesehen zu haben reicht mir schon!  :-)

Am nächsten Tag stand dann unsere Tour mit Schneemobilen an. während des Frühstücks erhielten wir dann einen Anruf, dass die Tour nicht wie geplant stattfinden würde, da wir sonst alle erfrieren würden! Es waren -38°C!  Daher wurden wir mit Bussen zum Ziel Eishotel gebracht und hinterher konnten wir einige Runden mit den Schneemobilen auf dem zugefrorenen See drehen. Dazu wurden wir in spezielle Schneeanzüge und Schuhe eingepackt, und das war auch ganz gut so. So einige haben früher abgebrochen, weil es einfach zu kalt war. Angesichts dessen, war es dann doch ganz gut, dass wir nicht die geplante Tour von 38 km zum Eishotel gemacht haben!  :-) Nach der Tour konnten wir dann einen Rentier-Döner essen!  :-)

Tags darauf war dann eine Tour mit Schlittenhunden geplant. Angesichts der Berichte der anderen Gruppen, waren wir alle ein wenig verängstigt wegen der Kälte. Da wir immer zu zweit auf dem Schlitten saßen, musste eine Person fahren und lenken, während de andere nur sitzt und erfriert (trotz Spezialanzug). Ich hatte das Glück als erste nur sitzen zu dürfen. Nach der hälfte der Strecke kam dann ein kleines Camp, in dem wir uns mit etwas zu Essen aufwärmen konnten. Anschließend wurde gewechselt, also konnte ich auch mal fahren  :-) Ich muss sagen, dass es sehr einfach ist, so einen Schlitten zu lenken. Das Beste an dieser Tour waren natürlich die tollen und gut erzogenen Hunde, aber auch die wunderschöne Natur, mit rot gefärbtem Himmel und Wäldern und Schnee weit und breit.

In unserer Freizeit konnten wir dann auch noch Eisfischen gehen, wo man sich auch die Füße abfriert, an einer Feuerstelle sitzen, in die Sauna gehen, oder einfach die Natur genießen.

Ich kann jedem einfach nur empfehlen einmal in so eine Sauna zu gehen!  :-) Wir konnten direkt in den Schnee rennen um uns abzukühlen! Aber auch in der Sauna war eine kleine Luke, die direkt in den See führte! Es kostet wirklich Überwindung dort hinein zu steigen, aber das ist das Beste was man machen kann!  :-)

Am Ende waren wir natürlich alle traurig, dass wir schon gehen mussten, denn auch die Besitzer waren wirklich sehr, sehr nett!!

Zum Schluss kam dann auch noch ein weiteres Highlight für mich. Wir sind zurück nach Kristianstad geflogen!  :-) Mein erstes mal im Leben und dann auch noch von einer gefrorenen Startbahn und mit umsteigen!  :-) Leider wird es dort oben im Norden ja schnell wieder dunkel, daher konnte ich nicht all zu viel sehen, aber was ich sehen konnte war der Wahnsinn. weit und breit nur Schnee, Wälder und Berge!

Ich würde sagen, dieser Trip war die größte Erfahrung, die ich während meiner Zeit hier in Schweden machen konnte, und ich möchte dort unbedingt wieder hin zurück!  :-) auch wenn es -38°C sein wird...

12.12.13 10:30, kommentieren